Nur mit Vernunft nicht zu erklären.
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Kein Preisvorteil ?
Die Rekordpreise an den Tankstellen lassen kein gutes Wort für Dieselfahrzeuge übrig und führen zu Unmut bei den Besitzern. Viele fragen sich ob es sich überhaupt noch lohnt einen Diesel zu fahren oder ob es besser wäre schnellst möglich auf einen Benziner umzusteigen. Ist ein Diesel heute eigentlich noch attraktiv?

In der Anschaffung, als Neuwagen, ist er teurer als sein Konkurrent der Benziner.

Die Steuern sind enorm hoch und der Spritpreis macht heute auch keinen Unterschied mehr aus. Was ist also der Grund dafür, dass im Schnitt mehr als die Hälfte der in Westeuropa angemeldeten Autos Dieselfahrzeuge sind?

Ein Blick in unsere Nachbarländer verrät schnell, dass dort der Liter Diesel schon lange Jahre teurer ist als der Liter Benzin. Würde der Diesel hierzulande nicht subventioniert werden, hätte dieser nicht die letzten zwanzig Jahre so billig bleiben können. Es stellt sich nun die Frage ob der Diesel, angesichts seines enormen Preisanstiegs, nicht bald in seiner Vermarktung eingestellt wird.

In Prognosen wird eine solche Entwicklung verneint. Die Nachfrage an Dieselbetriebenen Fahrzeugen wird zurückgehen, aber der Bedarf ist zu hoch, als dass diese durch kommende innovative Benzinmotoren überflüssig würde.

Ein Rückgang an Dieselfahrzeugen wird aber nicht allein durch die gestiegenen Spritpreise getragen, sondern hauptsächlich durch die neu entwickelten Benzinmotoren, die sich zahlreiche Eigenschaften der Dieseltechnologie zu Nutze machen. So werden die Benzindirekteinspritzung, bei der der Kraftstoff direkt in den Brennraum eingespritzt wird und Sieben-Gang-FSI-Motoren, welche einen höheren Wirkungsgrad (Verhältnis abgegebener Leistung zu zugeführter Energie) besitzen, dem Dieselmotor zum Nachteil. Darüber hinaus entfacht erneut die Diskussion um den Umweltschutz die Forderung nach höheren Standards beim Ausstoß von Autoabgasen, die es zu erfüllen gilt. Die Autoabgase des Dieselmotors enthalten Stickoxide, die die Umwelt und den Menschen belasten, indem sie die Atmungsorgane reizen und an der Entstehung des Sauren Regens beteiligt sind, der die Böden und Gewässer versauern lässt. Daher müssen dessen Abgase gefiltert werden, bevor sie in die Umwelt abgegeben werden können. Dies ist bei den Abgasen des Benzinmotors nicht erforderlich und somit erzielt er einen weiteren Pluspunkt für sich. Denn der Einbau von Abgasfilterungssystemen in den Motor lässt dessen Preis enorm steigen.

Trotz all dieser Vorteile für die kommende Generation an Benzinmotoren hat der Dieselmotor immer noch einen entscheidenden Vorteil, der in der Diskussion um den Umweltschutz von entscheidender Bedeutung sein wird. Sein Verbrauch ist immer noch geringer als bei Benzinmotoren. Dies wirkt sich auf den CO2 - Ausstoß aus, der mit für die Klimaerwärmung verantwortlich ist.

Diesen letzten und entscheidenden Nachteil wollen die Autohersteller durch Direkteinspritzer und Benzin-Selbstzünder ausmerzen. Sie sorgen für ein optimiertes Kraftstoff-Luft-Gemisch, wodurch der Spritverbrauch ein weiteres Mal um bis zu ein Drittel reduziert werden soll. Darüber hinaus senken so genannte Hybride, eine Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor den Benzinverbrauch. Diese Kombination verbraucht sogar weniger als ein Diesel.

Auch wenn der Diesel auf dem PKW-Markt zurückgedrängt wird, so kann er sich weiterhin bei LKWs durchsetzen. Hier bleibt er die Nummer eins. Ebenso wird man in der Schifffahrt dem Dieselmotor treu bleiben, da es hier keine alternativen Kraftstoffe gibt.

Die Attraktivität des Diesels liegt also in seinem bisweilen geringeren Verbrauch. Auch wenn er bei den Pkws in Zukunft an Attraktivität und Rentabilität verliert, ist er für LKWs und Seeriesen unverzichtbar.
 
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