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Motoröl sparen durch ein neues Warnsystem
Wenn die Servicelampe im Wagen aufleuchtet, ist es oft viel zu früh für einen Ölwechsel. Ein neues Kontrollsystem im Auto soll dem nun abhelfen, und dem Fahrer nur dann den Ölwechsel melden, wenn er auch wirklich notwendig ist. Wer sich nach der Ölkontroll-Lampe im Auto richtet, geht oft nach 12 000 km zur Werkstatt, um Öl zu wechseln. Meistens ist das viel zu früh. Denn, laut Aussagen von Spezialisten, ist die Ölqualität nicht nur vom Kilometerverbrauch abhängig.

Ein neues optisches Meßsystem soll nun das Öl ständig auf seine Qualität überprüfen, und erst dann den Gang zur Werkstatt anzeigen, wenn es tatsächlich so weit ist. Dabei wird ein Sensor in den Ölkreislauf eingesetzt, der den Ölstand, die Temperatur und Verunreinigungen durch Wasser oder Rußparktikel überprüft.

Aber dabei bleibt es nicht. Zusätzlich misst der Computer die Temperatur und die Zähflüssigkeit des Öls im Tank, zählt die Kaltstarts und wertet die die Fahrweise aus. Alle diese Daten werden erfasst und dann der nächste Ölwechsel errechnet.

Die Erfinder des Systems sind zuversichtlich, dass sich mit Hilfe von diesem Meßsystem der Zeitabstand zwischen jedem Ölwechsel um bis zu ein Viertel verlängert. Das spart nicht nur unnötige Öl und Servicekosten, sondern ist natürlich auch recht umweltfreundlich. Besonders Flotten- und Nutzfahrzeugbesitzer werden sich über dieses kostensparende System freuen.

Wann das Kontrollsystem allerdings in Serie geht, ist noch offen.

Ein ähnliches System ist schon vor drei Jahren in Serie gegangen, bei dem ebenfalls komplett auf den Peilstab unter der Motorhaube verzichtet wird. Wer die Ölqualität überprüfen will, drückt dazu nur auf eine Taste am Boardcomputer und erhält den nächsten wahrscheinlichen Termin für den Ölwechsel. Dieses System errechnet die seit dem letzten Ölwechsel gesammelten Messdaten, wie Anzahl der Kaltstarts, die verbrauchte Treibstoffmenge und die Temperaturen von Kühlwasser, Ansaugluft und Abgas. Daraus errechnet der Computer dann den nächsten Ölwechsel – Intervall.

Das heißt, dass der Bordcomputer aus dem Fahrverhalten und der Motorbelastung errechnet, wie abgenutzt das Motoröl sein müsste.

In beiden Fällen helfen die neuen Systeme nicht nur Kosten sparen, sondern sie geben dem Fahrzeughalter auch noch Rückschluß auf seinen Fahrstil. Denn wer durch seinen Fahrstil den Motor unnötig belastet, muss auch öfter Öl wechseln.

Quelle: Handelsblatt – Löwer, Chris 28 März 2008
 
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